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Bobath - Pflegegrundkurse
anerkannt von
Bobath Initiative für Kranken- und Altenpflege (BIKA®) e.V. und
VeBID (Verein der Bobath-InstruktorInnen (IBITA) Deutschland e.V).

Kurstitel:

"Therapeutisch aktivierende Pflege Erwachsener nach erworbenen Hirnschädigungen - Bobath Konzept"

Dozent:

Pflegeinstruktor Bobath BIKA®
Bobath Instruktor VeBID

Kursdauer:

im Minimum 50 Std. / 67 Unterrichtsstunden a 45 min., muss mindestens in 2 Teilen sein im Minimum von 8 Tagen und muss innerhalb von 8 Monaten abgeschlossen sein. Zwischen dem ersten und zweiten Teil muss eine dokumentierte Praxisarbeit(mit Video oder Foto) geleistet werden.
Maximale Fehlzeit bei anerkannten Pflegekursen 4 Unterrichtsstunden.
Bei Fehlen der dokumentierten Praxisarbeit oder Fehlzeiten über 4 Unterrichtsstunden wird eine Teilnahmebescheinigung statt eines Zertifikates ausgestellt.

Teilnehmerzahl:

Maximale Teilnehmerzahl: 18 Teilnehmer
1 Instruktor 12 Teilnehmer
1 Assistent 04 Teilnehmer
(gilt ab der 1. ordentlichen Assistenz eines in Ausbildung zum Pflegeinstruktor Bobath BIKA® oder in Ausbildung zum Bobath Instruktors IBITA befindlichen Assistenten)
Ein Instruktor darf bei seinen ersten beiden Kursen keine Assistenten zur Ausbildung annehmen
(12 Teilnehmer).
Als Assistent bezüglich der Teilnehmerzahl kann auch gelten:
wer an einem anerkannten Pflegekurs teilgenommen, zusätzlich bei einem solchen hospitiert hat und mit neurologischen Patienten arbeitet,
bzw. Physiotherapeut oder Ergotherapeut ist, mindestens an einem Bobath-Grundkurs teilgenommen und bei einem anerkannten Pflegekurs hospitiert hat. Der Kursteilnehmer soll verstehen,
dass jede pflegerische Handlung, individuell angepasst und adäquat unterstützt nach den Prinzipien der therapeutisch aktivierenden Pflege zur bestmöglichen Verbesserung der Lebensqualität des Patienten dient. Durch die Verknüpfung der theoretischen Inhalte und der Arbeit mit dem Patienten sollen ganzheitliche Sicht und Verantwortungsgefühl gefördert werden.

Die wichtigsten Grundsätze des Handlings und der Facilitation sind:

- sich an den Bedürfnissen des Patienten zu orientieren
- Ausrichtung und Kontrolle von Schlüsselpunkten
- aktivierend
- tonusregulierend
- Vermeidung bzw. Umgang mit Sekundärschäden
- Sicherheit
- Ökonomie und Effizienz im Pflegealltag
- Maßnahmen der Wahrnehmungsförderung
- Anbahnung von normaler Bewegung

Praktische Inhalte:

Hilfestellung bei
- Körperpflege
- Kleiden
- Toilettengang
Bewegungsübergänge:
innerhalb des Bettes
- Becken heben
- Seitwärtsbewegen aus Rückenlage
- Seitwärstbewegen aus Seitlage
- Drehen
- Hochbewegen im Bett, aktiv und passiv
aus dem Bett heraus
- Hochkommen zum Sitz an der Bettkante
- Ablegen vom Sitz an der Bettkante
außerhalb des Bettes
- Transfer
- Vor- und Zurückrutschen im Stuhl
- Korrektur der Sitzposition auf dem Stuhl
Positionierung:
- Seitlagen
- Rückenlage
- verschiedene Sitzpositionen
Didaktische Aufbereitung:
- Normale Bewegungserfahrung / -analyse
- Üben aneinander
- Praktische Arbeit der Teilnehmer mit Patienten (unter Supervision zum Teil während des klinischen Ablaufs auf der Station)
- Patientendemonstrationen durch die Kursleitung; mindestens zwei, unter verschiedenen Aspekten
- Dokumentation einer definierten Pflegesequenz durch die Kursteilnehmer
Der Kurs soll dem Teilnehmer ermöglichen, individuelle Pflegeprobleme und Ressourcen zu erkennen, daraus pflegerische Ziele abzuleiten und geeignete Pflegemaßnahmenunter rückengerechter Arbeitsweise kennen zu lernen und anzuwenden. Er sollte die Wichtigkeit des interdisziplinären Teams deutlich machen.

Theoretische Inhalte:

- Geschichte, Entwicklung des Bobath-Konzeptes
- Grundprinzipien des Bobath-Konzeptes
- Auswirkungen von Schädigungen des ZNS und Umgang mit der Problematik:
sensomotorisch
neuropsychologisch
sozial
psychisch
- Sekundärschädigungen

Verhältnis:

Praxis 40 Stunden : Theorie 10 Stunden
Davon mindestens 6 Stunden Arbeit mit Patienten; mindestens 2 Stunden Patientenvorstellung
Wer nimmt an Pflegegrundkursen teil?
Alle Pflegkräfte mit staatlicher Anerkennung.
Berufstätige im pflegerischen oder therapeutischen Bereich in Absprache mit der Kursleitung.
Hospitanten erhalten kein Zertifikat sondern eine Hospitationsbescheinigung.

Der Stempel der BIKA® e.V / Verein der Bobath-InstruktorInnen (VeBID)Deutschland e.V. bescheinigt die Einhaltung der Kursrichtlinien und die Anerkennung durch die BIKA® e.V / Verein der Bobath-InstruktorInnen (VeBID)Deutschland und Österreich e.V.

Haftung:

Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass die  Klinik als Träger  das Risiko der Fortbildungsveranstaltung versicherungsrechtlich trägt. Die Kursteilnehmer werden bei Beginn des Kurses auf Beachtung eigener körperlicher Einschränkungen und bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz auf persönliche Haftung hingewiesen.

Stand 1. März 2009